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Fernsehserien

Posted on 15. Dezember 2019

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Fernsehserien 

Und plötzlich sassen wir vier Serienfolgen lang vor dem Fernseher. Eigentlich ging das ganz flott. Denn immer pünktlich zum Ende einer Folge, wenn sich die Liebespaare gefunden hatten, der kriminalistische Fall gelöst und das Blut langsam angetrocknet war, machte sich eine neue Tragödie auf und wir konnten es nicht lassen, weiter zu schauen. Spätestens beim Einblender ‘Schauen sie noch? ‘ wurde uns dann bewusst, dass wir schon eine lange Zeit so da sassen!

Ich fragte mich, woher das wohl kam und ob es immer schon so war?

Natürlich gab es in meiner Jugend Fernsehserien.

Da war Flipper, der Delfin, der die Menschen verstand oder Skippy, das australische Buschkänguruh, Fury, die Serie mit dem intelligenten Rapphengst oder jeden Sonntagabend die ‚die Nautilus‘ von Jules Verne.

Von der Serie der Nautilus war ich so begeistert, dass ich es kaum erwarten konnte, bis es wieder Sonntagabend werden würde. Dann sass ich pünktlich um viertel nach sechs vor dem TV im Saal des Landgasthofes und hoffte inbrünstig, dass keine Gäste kommen würden. Denn wenn Gäste im Saal waren, dann durften wir nicht mehr fernsehen.

Irgendwann schaute ich mich dann in einem Buchladen in St. Gallen nach den Büchern um und wurde so zur Leseratte.

Doch es war nicht zu vergleichen mit dem, was wir heute an Fernsehserien erleben. Von den Streaming Diensten werden wir mit einer unvergleichlichen Marketing Lawine überrollt und sogar in Konsumenten Sendungen wie Espresso in Radio SRF 1 oder im Kassensturz auf SF preist man die Leistungen der verschiedenen Anbieter schamlos an!

Die alten Serien wurden nur einmal pro Woche ausgestrahlt. Und zwischendurch hatten wir uns anders zu beschäftigen. Es wurde früh dunkel!

Da gab es doch diese Bastelbogen, die man in der Schule für einen Franken kaufen konnte. Die Modellbögen wurden vom pädagogischen Verlag herausgegeben. So gab es zum Beispiel das Schloss Sargans. Besonders schwierig war das Schloss Chillon und eine Herausforderung stellte die DC 10 der Swissair dar.

Abend für Abend sass ich an meinem kleinen Tisch im zweiten Stock im Licht der kleinen Nachttischlampe. Ich schnitt die Modelle aus, klemmte und leimte die einzelnen Teile zusammen und irgendwann stand dann Schloss Sargans oder Chillon vor mir. Schloss Chillon hatte einen Konstruktionsfehler. Es stand schief.

Die DC 10 der Swissair habe ich nie ganz zusammengebracht. Irgendwie hätte ich da die Flügel formen sollen, das klappte nicht so richtig. Das Appenzeller Haus hingegen gelang vorzüglich. Mit der Zeit besass ich ein richtiges ‘Ballenberg’, einfach zusätzlich mit Burgen und Schlössern.

Zur Adventszeit durfte ich den Modellbogen ‘Adventskalender’ mit den 25 kleinen Ställen zusammenbauen. Draussen rieselte der Schnee, meine Backen waren rot vom Ski fahren hinter dem Haus und ich war einfach nur glücklich.

Und rechtzeitig für die wöchentliche Fernsehserie sass ich wieder im Speisesaal, um zu schauen, wie es weiter gehen würde mit Nautilus, Skippy oder Fury.

Nun werden wir noch diese Woche im Rias sein. Dann verschwinden wir für drei Wochen in die Ferien und sind ab dem 14. Januar wieder für Sie da.

Dann werde ich Sie auch wieder mit einer neuen Geschichte überraschen!

Jederzeit bin ich per Mail über info@rias.ch erreichbar. Zögern Sie nicht, mir zu schreiben.

Brauchen Sie noch ein Weihnachtsgeschenk?

​😉 Wenn heute ein neues Küchengerät nicht fehlen darf, dann ist es der Thermomix® TM6!