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Grosi’s Hackbraten aktuell!

Posted on 17. Januar 2021

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Vor einem Jahr sassen wir am Geschichtenabend im Rias.
Blumenfreundin Edith stellte mir ihren Ohrensessel ins Restaurant und auf einem Poster unseres Cheminées aus Laax knisterte das Kaminfeuer.
Zusammen mit meinem Team kochten wir schon Tage zuvor einen Gaumenschmaus. 
Zwei Dutzend Gäste sassen genüsslich an grossen Tischen und wir tranken und speisten vom Feinsten.
Dazu erzählte ich Geschichten aus meinem Leben.
Wehmütig denke ich an diesen Abend, denn er beinhaltet alles, wovon ich als leidenschaftlicher Koch und Gastgeber träume.
Zusammensein mit Gästen, die Freunde sind oder werden, feines Essen und gute Weine.
An diesem Abend erzählte ich auch – eingebettet in viele Geschichten – mit einer etwas anderen Ausgangslage, die Geschichte des Hackbratens meiner Mutter.
Meine Mutter war bis zu ihrem Tod im Jahre 2013 für uns, ihre vielen Gross- und Urgrosskinder immer das Grosi, darum Grosi’s Hackbraten.

Wenn ich dran denke, wie ich diese Geschichte erzählt habe, sehe ich die strahlenden Gesichter der Freunde, die gespannt zuhörten. Wunderbare Erinnerungen, die ich bald wieder erleben will.

Im Sommer 2019 radelte ich anlässlich des Swissman Extrem Triathlons über die Pässe Gotthard, Grimsel und Furka. Während 180 km mit 3’800 Höhenmeter zu bezwingen sind, hat man auf seinem Rennvelo Zeit, um nachzudenken und es war so, dass ich von Erinnerungen nur so überflutet wurde. Es war ein Gefühl, als ob ich Jahrzehnte nochmals durchleben durfte auf der Fahrt durch diese majestätischen Berge.
Vor allem das Gebiet nach der Aareschlucht, das Berner Oberland, war einige Male Ziel von Familienferien.
Wir verbrachten in dieser Region Zeit in Frutigen, Adelboden, Meiringen oder Spiez.
In Krattigen hatte ich selber zwei Jahre gearbeitet und ich liebte den Blick auf die Monumente der Berner Alpen: Eiger, Mönch und Jungfrau.

Mein Vater hatte das Flair, Ferien immer mit etwas Nützlichem zu verbinden. So kam es, dass wir in Kandersteg Ferien machten, wenn in Frutigen das eidgenössische Armbrustschützenfest durchgeführt wurde, wo wir anzutreten hatten.

Warum ich mich genau an diesen Sommer 1977 erinnere?
Weil wir am 7.7.77 eine Ausfahrt nach Grand Dixence machten.
Wir waren oft in der Schweiz in den Ferien. Vor allem in der Schweiz, in der man schweizerdeutsch sprach. Südtirol oder Süddeutschland ging auch noch.
Ligerz am Bielersee ging, la Neuveville daneben nicht mehr – da man dort nur noch französisch sprach!
Fliegen! Ging gar nicht.
Mein Vater sagte, dass man zuerst sein Heimatland kennen solle, um dann um die ganze Welt zu ‘füdeln’!

Und wenn ich mit meiner Traumfrau irgendwo in der Schweiz unterwegs bin und sie dann sagt, also diese Gegend kenne ich jetzt überhaupt nicht, dann bin ich schon ein bisschen stolz. Sie kann mir dafür die besten Restaurants in Kapstadt – die mit dem Velo erreichbar sind – zeigen!

Während den Sommerferien 1977 waren wir – mein jüngerer Bruder und meine Eltern und ich – für zwei Wochen Gast im Berner Oberland. Es waren die letzten gemeinsamen Ferien, da ich im Jahr danach meine Kochlehre antrat.

Im Chalet der Familie Rösti in Kandersteg fühlten wir uns rundum wohl. Es roch nach frischem Holz, als ob jemand eben gerade das Cheminée angezündet hatte.
Darum würde ich auch heute noch am liebsten das ganze Jahr ein Cheminée anfeuern. Als ich dann bei 25° Celsius Aussentemperatur selber merkte, dass man jetzt wirklich kein Cheminée anzünden sollte, bezog ich die Feuerstelle im Garten. Doch dort lag ein Zettel, dass es auf Grund der Trockenheit absolut verboten sei, ein Feuer zu machen. So musste ich es dann halt sein lassen.

Doch zurück zu unseren Ferien im Berner Oberland.

Am 7.7.77 verluden wir unser Auto auf den Zug der BLS, liessen uns durch den Lötschberg fahren und besuchten ‚Grand Dixence‘ im Wallis, damals mit 284 Metern die höchste Staumauer der Welt. In einem weiten Bogen verschliesst das Bauwerk das Val d’Hérémence nur 17 km von der Hauptstadt Sion entfernt.

Für das Essen im ‚Chalet Rösti‘ in Kandersteg war meine Mutter zuständig. Später war sie bis zu ihrem Lebensende für uns alle einfach das Grosi.

Ich erinnere mich mit einem verklärten Lächeln an den wunderbaren Hackbraten, den sie zauberte. Es war herrlich, irgendwie stimmte alles. Noch heute habe ich den Geruch dieser Küche im schönen Chalet in der Nase, nach brennendem Holz und trockenem Heu, nach frischer Butter und sehe vor mir, wie dieser Hackbraten entstand.

Meine Mutter mischte gehacktes Kalbfleisch, Kalbsbrät, Gewürze und Gemüse. Dann stand sie vor dem Resultat und meinte, dass es noch nicht so sei, wie sie sich das vorstellen würde.
Sie legte das leicht angetrocknete Ruchbrot vom Vortag in Milch ein und zerdrückte alles mit einem Ei. Das mischte sie dann unter die Fleischmasse.
‘So, etz isch guät!‘ waren die Worte, während sie den Braten vorsichtig rundherum in schäumender Butter anbriet.
Es roch ganz einfach himmlisch.
Ich versuchte immer wieder, die Konsistenz und den Geschmack dieses Bratens, wie damals im Berner Oberland, zu konservieren. Mein Hackbraten vom Weidekalb im Rias ist wirklich gut, richtig gut, doch die Erinnerung an diesen einen Hackbraten damals übertrifft alles.

Diesen Hackbraten können Sie nun heiss mit Kartoffelstock bestellen oder abgepackt zum selber Wärmen zu Hause.

Alles im Rias Gourmet Shop.


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Mit Vorfreude auf neue Geschichtenabende und den Swissman 2021 mit einer weiteren Fahrt über die Schweizer Alpen.