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Meine Ostern

Posted on 22. April 2019

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Ich fand meine Ostertage einfach wunderbar.

Am Karfreitag, nach einem einstündigen, schnellen Morgenlauf, Besuch bei den Eltern meiner Traumfrau mit wunderbarem Essen, feinem Wein und interessanten Gesprächen.

Am Ostermontag ‚Brändi Dog‘ Nachmittag in St. Gallen bei meinen Kindern mit zukünftigen Ehemännern. Es wurde viel gelacht und gequasselt. Einfach herrlich! Ich werde dich auch nach Hause schicken, zweimal, weil du mich einmal nach Hause geschickt hast. Ein Blick von der Seite und ’schwupps‘ war mein Stein zurück am Start. Schon wieder!  Lachen über den ganzen Tisch.

Und viel Training, frische Luft und Bilder, die im Herzen zurück bleiben.
Am Ostersamstag fuhren wir mit unseren Rennvelos ein Stück weit in meine Vergangenheit. In die Gegend, in der ein grosser Teil der Geschichten spielten, die ich oft in meinen Newslettern beschreibe.
Der Plan war eine Fahrt über fast 200 km von Zürich in dessen Oberland, vorbei an Hörnli und Schnebelhorn auf die Hulftegg, ins untere Toggenburg. Dort nahe Lütisburg, wo der Necker in die Thur fliesst, wollten wir ins Neckertal über Ganterschwil, nach St. Peterzell, über die Schönau und Urnäsch auf die Schwägalp radeln. Zurück durchs Toggenburg und Wattwil über den Ricken nach Schmerikon bis Zürich.

Auf der Hulftegg machten wir eine längere Rast und genehmigten uns einen Wurstkäsesalat mit einem grossen Glas Shorley von Möhl. In breitem Mosliger Dialekt sprach uns die Mitarbeiterin an. Ich fühlte mich schon einige Jahrzehnte zurück versetzt.

Der Wurstsalat, ein eingeschnittener Cervelat mit Käse bestreut, mit viel geschnittener Zwiebel, garniert und dekoriert mit frischen Salaten. Genau so mussten wir den Cervelatsalat vor vierzig Jahren in meiner Kochlehre anrichten. Meine Traumfraum meinte, das ist nun wirklich kein richtiger Wurstsalat, sondern ein eingeschnittener Cervelat mit Käse und Salat.

Natürlich hatte sie vollkommen recht, doch in meinem Bauch breiteten sich Glücksgefühle aus. Es gibt noch Überbleibsel aus der guten alten Zeit. Eigentlich ist es doch egal, ob die alten Zeiten nun gut oder schlecht waren. Ich habe mir schlicht und einfach die Weisheit zugelegt, gut an die alten Zeiten zu denken.

Rasant war dann die Fahrt hinunter nach Mosnang. Nicht mehr so einfach und schnell ging es über die hügelige Strasse Richtung St. Peterzell, wo wir meine Schwägerin Erika raus läuteten und einen Kaffee schnorrten.

Nach ein paar Worten und lustigen Anekdoten ging es weiter – geplant war ja die Fahrt über Schönau nach Urnäsch – daraus wurde nicht Hemberg, Bendel und Nesslau – nein, nach der alten Rennstrecke auf den Hemberg waren die Beine leer und wir fuhren direkt über Heiterswil nach Wattwil.

Dort über Ricken, nach Rapperswil und weiter nach Zürich. Fix und fertig, aber voll von wundervollen Eindrücken kamen wir zuhause in unserer Stadt an. Es wurden trotz allem über 130 km und 1’700 Höhenmeter.

Am Ostersonntag machte jeder seine eigene Reise durch die Hügel. Da ich im Training für den Swissman bin und mir Nadine von Crossfire Coaching ‚5 Stunden sehr coupiertes Radfahren‘ verschrieben hatte, beschloss ich, mein Rennrad ‚TREK Madone 7s‘, über einige Hügel der nahen Gegend zu jagen.

Über die Birmensdorferstrasse verliess ich Zürich Wiedikon nach Uitikon-Waldegg. Dort lenkte ich das Rad Richtung Stallikon. Unterwegs begann ich ein Gespräch mit einem ‚Gümmeler‘. Sie merken den kleinen Unterschied, ich bin Triathlet, die anderen Velofahrer sind die ‚Gümmeler‘.

Nun, auch die ‚Gümmeler‘ sind sehr nett und es war spannend, was der Kollege erzählte. Irgenwann meinte er dann, was ich denn heute so vor habe. Nun, ich wollte gerne über die Buchenegg, Albis und dann Gottschalkerberg, Etzel und zurück nach Zürich.

Der ältere Herr meinte, dass ich ein Verrückter sei, ich hätte aber die Abzweigung zur Buchenegg vor einem Kilometer verpasst! Upps, ok, dann würde ich es halt umgekehrt machen und den Albis zuerst fahren und dann die Buchenegg und nochmals am Türlersee vorbei um nach Sihlbrugg und Menzingen auf den Gottschalkerberg zu fahren.

Ich hatte das Gefühl, dass sich auf dem Gesicht dieses Sportlerfreundes nun ein sympthisches Lächeln zeigte. Nach dem Velotunnel am Ende des Türlersees verabschiedeten wir uns und ich machte mich auf meine geplante Tour.

Meine Traumfrau hatte mich gewarnt, der Gottschalkerberg sei unglaublich steil. Und wie steil es da war! Richtig, unglaublich steil!

Ich biss mehrmals in den Lenker und als ich vermeintlich oben ankamm stellte ich meinen Renner in den Schnee, machte ein Foto.

Whatsapp: Ich bin oben…! Whatsapp zurück: Bravo, gut gemacht, bist du wirklich oben?

Dann ging es weiter und ich staunte nicht schlecht, als ich merkte, dass es nach der nächsten Kurve nochmals kräftig aufwärts ging. Ich war also noch nicht oben gewesen. Da tauchte plötzlich eine riesige Terrasse vor mir auf. Die Strasse führte mitten durch die Tische und Gäste! Die rasante Fahrt runter zum Ratenpass war die Belohnung für den steilen Aufstieg, links nach Biberbrugg und da musste ich mich schweren Herzens entscheiden, abzubiegen um über Schönenberg, Wädenswil nach Hause zu fahren. Es ging nicht mehr so leicht, wie gewünscht. Doch nach 5 Stunden, 1’600 Höhenmetern und 100 km war ich zurück in Zürich.

Es hat Spass gemacht und ich habe einige Gerichte für die Tavolata vom 8. Mai gefunden. Die Ideen sind mir auf dem Velo einfach so zugeflogen.

Die Spargeln, das Appenzeller Milchlamm, Zander aus dem Sihltal, Egli aus dem Wallis oder Lachsforelle aus dem Luzerner Hinterland sind einige der Delikatessen, die wir im Moment zubereiten. Und die Ideen für Spargeltavolata geniessen Sie am

Mittwoch, 8. Mai ab 19:00

Es hat nur noch wenige Plätze frei.

Informationen finden Sie hier – das Menu wird in den nächsten Tagen aufgeschaltet.
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