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Jets auf der Autobahn & Mörschwiler Ribelmaispoulet

Posted on 10. August 2018

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Jets auf der Autobahn & Mörschwiler Ribelmaispoulet

Ist Ihnen vorgestern der News-Artikel über die Düsenflugzeuge auf einer russischen
Autobahn auch aufgefallen?

‘Autofahrer staunen nicht schlecht, Jets landen auf Autobahn – Riesenstau’! so war es zu
lesen.
Wussten Sie, dass auf unseren Nationalstrassen regelmässig Jets der Schweizer Armee
landeten?

Ja, das war wirklich so und ich erinnere mich noch genau, wie wir mit den Eltern im Volvo
144 bei Oensingen vorbeifuhren und Vater ehrfurchtsvoll erzählte, dass hier nun die
Autobahn zur Flugpiste umgerüstet werden könne.

1970 landeten dort noch vier ‘Vendom DH 112’, um aufzutanken und wieder wegzufliegen.
Die Schwierigkeit des Starts bestand darin, unter einer Brücke zu beschleunigen, sofort
hochzuziehen, um nicht mit der nächsten Brücke zu kollidieren.

Auch auf anderen Abschnitten konnten die Jets landen, so in Alpnach oder in Flums. Dort
landeten 1974 vier ‘Hawker Hunter 58A’, ebenfalls um aufzutanken und wieder zu starten.
Alles generalstabsmässige Übungen für den Ernstfall im bitterkalten Krieg. Heute würde so
eine Übung bei Oensingen einfach nur einen Riesenstau von St. Margrethen bis Genf
verursachen.

Nach den Saisonstellen im Grand-Hotel Hof Ragaz 1982 und 1983 arbeitete ich als Koch im
Berner Oberland. Mit meinem Opel Kadett 1.8 GTE machte auch ich die N1 regelmässig
unsicher. In der Nacht fuhr ich in der Rekordzeit von 1¾ Stunden von Krattigen nach St.
Peterzell. Mit der Zeit wusste ich, wo die Radarfallen standen. Das einzige Problem waren
noch die Streifenwagen auf der Autobahn. Also, bei jedem verdächigen Wagen kurz hinten
angebremst und dann, wenn es ein ziviles Fahrzeug war, zügig überholen.
248 km in 1 ¾ Stunden, das sei nicht sehr schnell gefahren, sondern tief geflogen, meinte
mein Bruder jeweils!

An die – damals hiess die Strasse ja noch N1 – also, an die A1 kann ich mich auch als Kind
erinnern. Mit Vater fuhren wir nach Wil SG. Unsere Eltern führten damals, es war um 1965,
das ‘Rössli’ in Schwarzenbach, nahe Wil SG.

Wir standen auf der Autobahnbrücke zwischen Rickenbach TG und Wil SG. Rundherum grüne
Wiese und hunderte Apfelbäume, unten bewegten sich riesige Baumaschinen, die Menschen
waren gerade so gross wie das eine Rad dieser Monstermaschine. Wir waren tief
beeindruckt. Einige Jahre später wurde die N1 dann eröffnet und wir standen wieder auf
dieser Brücke.

Da staunten wir! Denn gefühlt alle 10 Minuten flog, nein natürlich nicht, rauschte ein Auto
unter der Brücke vorüber.

Paradiesische Zustände, wenn man bedenkt, was heute auf dieser Strasse los ist! Und ja, es
gab wirklich Menschen, die diese Nationalstrassen ignorierten und über die guten alten
Landstrassen schaukelten. War ja auch nicht schlecht!

Der Bau dieses Strassennetzes brachte abgelegene Gegenden näher an die Zentren.
Schattenseiten sind aussterbende Dörfer. Auch grössere Dörfer und kleine Zentren sind
unterdessen ohne eigene Metzgerei, Bäckerei und Post. Von den serbelnden Gasthöfen und
Restaurants wollen wir gar nicht sprechen.

Die lustigste Episode des Baus des Nationalstrassennetzes lieferten aber einmal mehr die
Walliser. Bis vor wenigen Jahren stand dort vor Gampel, einsam in der Wiese ein fix und
fertig gebauter Autobahneinlenker. Brücken, vier Spuren, Ein- und Ausfahrt waren gebaut,
sogar Wegweiser und Hinweisschilder montiert. Nur, weit und breit keine Autobahn zu dieser
Ausfahrt. Die Gelder dafür waren irgendwo überschallmässig verschwunden.

Heute das Rezept einer Bio Mörschwiler Ribelmaispouletbrust – die nie geflogen ist – als
ketogene Ausführung. In meinem neuen Blog lesen Sie meine Erfahrungen mit dieser
Ernährungsform.

Mörschwil erreichen Sie übrigens über die A1 Ausfahrt St. Gallen Neudorf.
Viel Vergnügen beim nachkochen und nachlesen!

Mörschwiler Ribelmaispoulet

1 Portion

Ketogenes Rezept – Paleo – laktosefrei – glutenfrei

Zutaten

  • 1 Stk Mörschwiler Ribelmaispouletbrust
  • 50 g Spinatsalat
  • 70 g Heidelbeeren
  • 1 Stk Avocado
  • 3 Essl natives Olivenöl
  • 1 Teel Limettensaft
  • 10 g geklärte Butter
  • 1 Zweig Thymian

 

Zubereitung
Geklärte Butter in der Pfanne erhitzen.
Die Pouletbrust auf der Hautseite in das Fett legen und knusprig braten.
Thymian dazulegen und mitbraten, leicht salzen.
Bei 80° C im Ofen warmhalten.
Sauber gewaschenen Spinat in einen Topf geben.
Auf dem Herd leicht erwärmen und Olivenöl und Limettensaft darüber träufeln.
Nur solange erwärmen, wie sie alles mit der Hand mischen können.
Auf einen Teller geben.
Pouletbrust und Avocado auf dem Salat adrett anrichten.
Einige Umdrehungen aus der Pfeffermühle über das Ganze geben.