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Spielzeugkatalog

Posted on 27. Oktober 2019

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Ich bin einer der vielen Menschen in der Schweiz, der die Coop Zeitung jede Woche gründlich durchblättert und studiert!.

Echt! Haben Sie das jetzt wirklich geglaubt?

Ehrlicherweise muss ich sagen, die meisten Wochen lege ich den Stapel Prospekte mit Zeitung einfach zum Altpapier.

Doch diese Woche musste ich alles sehr genau anschauen und eingehend studieren. Denn auf dem Altpapier lag bereits das Exemplar der besagten Werbepostille, die meine Traumfrau dort deponiert hatte.

Ich kriegte doch glatt glänzende Augen.

Nein, nicht weil es absolut unmöglich war den Verlegern der Werbefachzeitschrift von Coop klar zu machen, dass wir pro Haushalt nur gerne eine Zeitung hätten. Das haben wir auch mal versucht…

Meine glänzenden Augen hatten einen anderen Grund. Da lag, zuoberst auf der Beige ein Weihnachtskatalog. Spielsachen von der ersten bis zur letzten Seite.

Ich fühlte mich um Jahrzehnte zurückversetzt.

Als erstes verfärbten sich die Blätter der Bäume. Das ganze Neckertal schien in neuen Farben zu glänzen, die Herbstsonne war freundlich und warm, aber nicht mehr heiss. Dann plötzlich von einem Tag auf den andern lagen diese Blätter auf den Strassen, Wiesen und auf den parkierten Autos. Dann wurde es morgens nicht mehr so richtig hell und abends war es bereits dunkel, wenn wir von der Schule nach Hause kamen.

In meinem Innern tickte diese Kinderuhr. Ein Kind weiss genau, dass etwas im Anzug ist. Sei es Ostern, Heuferien, Sommerferien oder eben Advent und Weihnachten.

Denn nun spürte ich, dass es bald soweit war und die Weihnachtskalender und Prospekte würden im Briefkasten liegen.

Noch kannte niemand das Internet, Mail oder SMS.

Wir schrieben die siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Jeden Tag nach der Schule hörte dann meine Mutter dieselbe Frage: ‘Häts scho än Spielzügkatalog i dä Poscht gha?’ Irgendwann lagen dann etliche Kataloge auf dem Stubentisch. Franz Carl Weber, Vilan, Jelmoli, Vedia Versand und wie sie alle hiessen.

Ich war im siebten Himmel.

Mit den Katalogen unter dem Arm, den Schultornister noch immer auf dem Rücken, rannte ich die Treppen hoch, zwei Stufen auf einmal nehmend und setzte mich schwer atmend an den kleinen, einfachen Tisch in meinem Zimmer im dritten Stock.

Vor mir lagen Leim und Schere. Mit einer Engelsgeduld schnitt ich all meine Wünsche aus dem Katalog, der mir wie ein Schlaraffenland vorkam.

Von Carrera hätte ich doch so gerne den Hockenheim Ring. Und dieses ferngesteuerte Auto wäre doch wunderbar oder ein paar Skis mit Kabelzug und Sicherheitsbacken vorne.

Ein paar neue Teile für die Stockys.

Stockys?
Niemand kennt heute mehr diese wunderbaren Molell – Metallbauteile. Eigentlich gehörten diese Teile meinen älteren Brüdern. Doch heimlich machte ich mich immer wieder an die kleinen Schrauben und Muttern und konstruierte irgendetwas zusammen. Sie schimpften dann prompt, weil ich wieder ein Teil zurechtgebogen hätte und das dann für eine Windmühle oder einen Helikopter nicht mehr zu gebrauchen sei. Ich solle gefälligst die Finger davon lassen…

Lego!
Lego kennt auch heute noch jedes Kind. Legosteine wünschte ich mir immer zu Weihnachten. Damals gab es vor allem Bausteine, keine fertigen Lego Technics Module. Einfach Steine in allen Farben. Wir bauten Häuser – viele, viereckige, farbige Häuser. Die Fenster befanden sich dort, wo die Steine fehlten und mit viel Fantasie hatte man dann sein Traumhaus vor sich. Auch noch heute liegen in der Ferienwohnung in Laax zwei Schachteln mit Lego Bauteilen für unglaublich faszinierende Pistenfahrzeuge. Nur reut es mich die Modelle zusammen zu bauen, da dann der ganze Spass vorbei ist!

Was durfte nicht fehlen auf dem Wunschzettel? Farbstifte und Faber Castel. Am liebsten das schöne Blechetui mit allen farbigen Stiften oder die grosse Schachtel Wasserfarben mit einem Block Zeichenpapier.

Ich klebte alle meine Wünsche und Träume säuberlich auf ein Blatt Papier und deponierte das Kunstwerk auf dem Fenstersims, so wie es meine Mutter mir geraten hatte. Dann legte ich mich ins Bett und träumte von all den unerreichbaren, schönen Spielsachen, von den Malstiften in allen Farben. Wohlig seufzte ich vor mich hin und schlief tief und fest. Morgens dann der Sprung ans Fenster. Er war weg, der Wunschzettel war weg! Was wird das Christkind wohl bringen. Welche Wünsche wird es mir wohl erfüllen?

Ich zählte die Tage bis Weihnachten und öffnete jeden Tag am Adventskalender ein Fensterchen mit einem neuen Bildchen und war voller Vorfreude auf den grossen Tag!

Was wünsche Sie sich? Haben Sie einen Adventskalender?

Wir haben für Sie einen Adventskalender. Jeden Tag eine Praline. Ohne Zucker und low carb.
Hier finden Sie weiter Informationen.

Diese Woche sind wir im Rias mit der Gourmet Metzgete beschäftigt. Es ist wunderbar, wie die Metzgete dieses Jahr läuft und ich bin Ihnen allen sehr dankbar für das Vertrauen.
Hier finden Sie bereits die Daten für die Metzgete vom kommenden Jahr. 

Doch zuerst kommt die Zeit der Weihnachtsessen!

Hier finden Sie die passenden Vorschläge für Ihr Adventsmenu!

Oder geben Sie mir eine Wild Card und nennen und Budget und Gästezahl! Ab zweihundert Franken pro Gast ist alles dabei. Ein Mehrgangmenu, zum Teil mit ‘to share’, sicher mit passenden Weinen, Kaffee, Espresso und Mineral. Natürlich wird nach Aufwand abgerechnet und Sie bezahlen nur, was Sie auch konsumiert haben!

Im Januar dann der Geschichtenabend mit meinem Lieblingsessen und meinen Lieblingsweinen. Reservieren Sie noch heute, die Nachfrage ist enorm, es hat nur noch ein paar wenige Plätze.

Mittwoch, 29. Januar 2020 ab 19:00 

Ich koche an diesem Abend absolut und exklusiv nur für 24 Gäste!