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Töffli!

Posted on 5. Juli 2020

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Ich war noch keine 14 Jahre alt. Noch durfte ich kein Töffli fahren. Doch da stand ich nun im kleinen Schopf unterhalb der Terrasse. Da war das Herkules Töffli meines älteren Bruders. Er hatte inzwischen sein eigenes Auto und machte damit die Gegend unsicher.
Da wäre doch ich an der Reihe! Ich sei doch der nächste, der dieses Töffli fahren dürfte und das müsste ich doch unbedingt mal ausprobieren.

Die Eltern waren auswärts. Ich war allein zuhause.
Und schon schob ich dieses grüne Herkules Töffli aus dem Unterstand an die frische Luft. Mit aller Kraft bugsierte ich den Sackgeldvergaser auf seinen Ständer.
So müsste ich das Teil doch antreten können.
Ich stand auf die Pedale, trat mit aller Kraft und drückte diesen ominösen Hebel auf der rechten Seite, der irgendwie helfen sollte, den Motor anspringen zu lassen. Es wollte nicht gehen.

Mir schoss durch den Kopf, dass ich jeweils beobachtet hatte, wie mein Bruder das Ventil am Tank geöffnet hatte. Das war also der Fehler.
Doch nichts geschah. Langsam schwand meine Geduld.
Dann die nächste zündende Idee. Das hatte ich auch schon beobachtet.
Ich würde das Töffli auf dem Trottoir zur Kirche hinunterrollen lassen. Dann den ersten Gang reindrücken, immer schön Gas geben und so würde der Motor anspringen.

Und siehe da!
Es knatterte und ratterte und ich konnte mich sogar den Kirchenhügel hinauf retten. Oben drehte ich eine Runde, im Sattel hüpfend und laut lachend, um den Platz und da war der Spass schon wieder vorbei.
Also wieder nach unten rollen, Gang rein, am Gas drehen, diesen Hebel drücken und siehe da.
Wieder ratterte und knatterte es. Doch was war das?
In meinem rechten Blickwinkel erschien plötzlich ein Mensch.
Aber doch nicht die Polizei!

Nein, es war der alte Stutz mit seiner Toscani im Mundwinkel. Ich nickte ihm zu, gab Gas und verschwand direkt im Unterstand, wo das Töffli hingehörte. Ich schloss das Tor und wartete. Nun müsste er vorbei sein. Mist, wenn er mein Abenteuer meinen Eltern erzählen würde, dann gäbe es ein Donnerwetter.

Doch eigentlich wusste der Alte gar nicht, dass ich noch nicht Töffli fahren durfte. Also öffnete ich langsam die Holztüre des Unterstandes und schaute durch den Spalt.
Der alte Stutz hatte sich bereits wieder entfernt und spazierte dorfabwärts. Wahrscheinlich wollte er einen ‚Café Crème‘ trinken und merkte, dass der Landgasthof geschlossen war. Glück gehabt!

Zu meiner Konfirmation erhielt ich dann mein eigenes Töffli.
Es war nicht nur Spass und ein Sackgeldvergaser. Es war schlicht und einfach die einzige Möglichkeit, um in die Musikprobe zu fahren und später an meinen Arbeitsplatz während der Kochlehre.
Jede Woche fuhr ich über Hemberg, Scherb und Bendel nach Nesslau – Neu St. Johann an meine Lehrstelle und umgekehrt wieder zurück nach St. Peterzell. Im Winter dick eingehüllt in den Kaputt, den alten Mantel meines Vaters aus dem Bestand der besten Armee der Welt.

Nichts konnte mich aufhalten. So fuhr ich auch nach der Arbeit spätnachts los. In Nesslau regnete es in Strömen. Ich dachte mir nichts dabei, wollte einfach nach Hause. Den Kaputt hatte ich eng um mich geschlungen. Die Hände waren dick in Handschuhen verpackt, die fast bis zu den Ellenbogen reichten und auf dem Kopf sass mein Jet Helm.
Doch dann wechselte der Regen in Schneeregen und bereits im Aufstieg zum Bendel hatte ich Mühe, mein Moped in der Richtung zu halten. Die Strasse war nämlich von einem Meter auf den anderen schneebedeckt.

Spätestens vom Scherb runter nach Hemberg fuhr ich mit beiden Füssen am Boden rutschend, um nicht von der Fahrbahn zu fliegen.
Wie ein Schlitten ging es bergab. Das Visier meines Jet Helmes hatte ich schon lange oben. Die Schneeflocken klatschten an meine Backen und in die Augen. Dann endlich, in Hemberg war die Fahrbahn wieder aper.

Beim Aussichtsrank sah ich das Dorf St. Peterzell unten im Tal vor mir liegen. Einige einsame Lichter brannten noch. Ich raste die nasse Strasse – die Rennstrecke des Bergrennens St. Peterzell Hemberg – runter.

Zuhause angekommen parkierte ich mein Gefährt im Unterstand und versuchte die verkrampften Hände vom Lenker zu bekommen. Langsam stellte sich ein ‘Chuänagel’ ein und es schmerzte gewaltig. Ich klopfte die Nässe aus dem Mantel und betrat unseren Landgasthof. Wie immer war die Türe nicht verschlossen.

Ich meldete mich im Schlafzimmer meiner Eltern.
Meine Mutter begrüsste mich mit einem Seufzer. Sie hätte sich Sorgen gemacht und ich solle nun schlafen gehen. Morgen würden wir dann plaudern.

Ich war zuhause, verzog mich einen Stock höher in mein kleines Zimmer. Noch halb angezogen legte ich mich auf mein Bett.
Endlich zuhause!
Wann würde ich wohl mit meinem eigenen Auto im Trockenen nach Hause fahren können?
Mit diesen Gedanken schlief ich ein und träumte von Füchsen und Rehen, die meine Fahrbahn gekreuzt haben und von Schnitzeln mit Pommes – Frites und garniertem Cervelatsalat, die ich schicken sollte.
Als ich am Morgen aufwachte, wurde es mir warm ums Herz.
Ich war zuhause.
Ich drehte mich nochmals und schlief weiter.

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Wild & Wein Battle; Rossi vs. Markus / Bindella vs. Zweifel

Preis pro Gast sfr. 145.00
Am Dienstag, 13. Oktober laden wir zu einem neuen Event ein.
Es wird ein Battle, ein Zweikampf zweier leidenschaftlicher Weinsensoriker und Geniesser sein.
Markus Betschart und Rossi Serratore kreuzen die Weinflaschen.
Ich serviere sechs Gänge zu den 12 Weinen. Über eine App auf Ihrem Smartphone erküren Sie den Gewinner des Abends.
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Gourmet Metzgete
Metzgete à discretion, Preis pro Gast sFr. 74.00
Von Donnerstag, 22. bis Samstag, 24. Oktober und von Montag, 26. bis Samstag, 31. Oktober findet die Gourmet Metzgete statt. Einzelne Abende sind bereits gut gebucht. Abende unter der Woche sind noch zu haben.

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Trüffel Abend
Preis pro Gast sFr. 180.00
Am Montag, 23. November wird uns Klemens Lageder vom Weingut Lageder aus Margreid im Südtirol seine Weine zum Trüffelmenu kredenzen. Lageder ist bekannt für seine sensationellen Biodynamischen Weine. Er keltert Weine von Weltruf!
Sechs Gänge und acht Weine werden sie in Verzückung bringen.
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