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Trainingsfrei

Posted on 16. Juni 2019

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Trainingsfrei

In einer Woche wird das grosse Abenteuer bereits vorbei sein.
Am kommenden Freitag ist das Rias ausnahmsweise geschlossen.
Wir werden einen Tag vor dem ‚Swissman Extrem Triathlon‘ ins Tessin reisen.

Das vergangene Wochenende nutzte ich für die letzten Vorbereitungen. Planen, was das Zeug hält. Jedes Detail halte ich fest. Den Schuhlöffel beim Wechsel auf die Laufstrecke in Brienz, aber auch die warme Bekleidung auf dem Gotthard, Furka und Grimsel, um die Abfahrt nicht unterkühlt zu absolvieren.

Gestern, Sonntagabend stellte ich dann fest, dass der Wetterbericht für die Alpenüberquerung, die wir an diesem extremen Triathlon bewerkstelligen, alles andere als gut ist. Nun, dann zusätzlich noch alle Regenkleider auf den Plan und hoffen, dass das Wetter nicht so garstig wird, wie es im Moment gemeldet ist.

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Mein Coach Nadine hat mir einen genauen Plan erstellt, was ich wann und wieviel zu essen habe.
Auf dem Gotthard gibt es einen Risotto, den ich im Rias Sous – Vide vorbereite. Dann auf dem Furka geniesse ich eine frische Fleischbouillon mit Gemüse. Auch dieses Gericht werde ich Sous Vide im Rias zubereiten.
Für den Grimsel koche ich Kartoffeln, ebenfalls in diesem Verfahren.

Sous – Vide hat den Vorteil, dass die Speisen in rohem Zustand im Beutel vakuumiert, um dann mit Dampf gegart zu werden. So verlieren die Gerichte am wenigsten an Nährstoffen und auch der Geschmack bleibt erhalten.

Meine Betreuerinnen können die Gerichte im Vakuumbeutel erwärmen und den Risotto nur noch mit Bouillon mischen. Sehr einfach, schmackhaft und nahrhaft.

Natürlich wird alles noch mit Gels und Riegeln aus der Abteilung Sportler Powerernährung ergänzt. Auch die Zugabe von Salz in den isotonischen Getränken spielt eine wichtige Rolle.

Was ist los mit meiner ketogenen Ernährung?

Ich habe diese Ernähungsform im Training getestet. Dabei stellte ich fest, dass ich während langen Trainings und Wettkämpfen eine relativ hohe Menge an Kohlenhydraten supplementieren muss.
Ich öffne also ein Zeitfenster von zirka 48 Stunden und esse ab Freitag vermehrt Kohlenhydrate. Was ich vermeide, sind Gerichte aus Weizen.

Ich nenne das für mich Hybrid Ernährung.

Durch die ketogene Ernährung ist mein Stoffwechsel in der Lage, länger auf Fettreserven in Nahrung und Körper zurückzugreifen, was mir eine längere Ausdauerleistung ermöglicht.

Der Swissman ist das Abenteuer meines Lebens. Mit 57 Jahren bin ich einer der älteren Teilnehmer.
Wir werden 3.8 km von den Brissago Inseln nach Ascona schwimmen, dann mit dem Rennrad die Pässe Gotthard, Furka und Grimsel in 180km und 3’500 Höhenmetern überqueren, um in Brienz die Laufschuhe zu schnüren. Dann rennen wir über 42km durch die Giessbachfälle nach Wilderswil und über Grindelwald mit 2000 Höhenmetern auf die kleine Scheidegg.

Während acht Monaten bereitete ich mich seriös vor und tat alles dafür, es zu schaffen. Mein einziges Ziel ist es, zu finishen. Ich habe 19 Stunden Zeit dafür und werde von einem wunderbaren Team unterstützt.

Wenn Sie meinen Wettkampf verfolgen wollen, können Sie mich gerne tracken.

Folgender Link führt Sie direkt zum Tracking:

Swissman Hansruedi Nef Startnummer 198

Wie alles ausgegangen ist, werde ich Ihnen in einer Woche an dieser Stelle erzählen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und viele schöne Eindrücke.