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Zukunftstag

Posted on 17. November 2019

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Am vergangenen Donnerstag, den 14. November 2019 war Zukunftstag.

Auch im Rias durften wir vier junge Menschen begrüssen.

Drei Mädchen interessierten sich für den Beruf der Restaurationsfachfrau und ein junger Bursche wollte sich in der Küche als Koch umsehen.

Die beiden Lernenden im Service, Maria im dritten und Vanessa im zweiten Lehrjahr hatten sich auf diesen Tag vorbereitet.

Während Mirco in der Küche bei der Produktion von 364 kleinen Mandelgipfeln mithalf, begaben sich die drei Girls Leonie, Leoni und Aline auf einen Parcours durch den Weinkeller, Entsorgung, Economat und Gastraum.

Sie wurden informiert über Produktion, Lagerung und Art des Weines, über die Entsorgung in unserem kleinen Betrieb und lernten im Schnelldurchlauf wie der Gastraum jeden Tag gereinigt wird.

Dann mussten Gläser versorgt, das Buffet aufgefüllt und die Tische aufgedeckt werden.

In der Küche wurden die Mandelgipfel gerollt, mit Eigelb – Rahmmasse bestrichen, mit gehobelten Mandeln bestreut und im Umluftofen mit 10% Dampf bei 200 Grad für 10 Minuten gebacken.

Dann wurden die Gipfel vorsichtig auf grosse, weisse Teller gelegt, mit Puderzucker bestäubt und ans Buffet gebracht.

Der Lernende Koch Adi erklärte dann Mirko, wie es in der Küche weitergehen würde. An diesem Mittag würden wir den Gästen aus Anlass des Zukunftstages ein ‘Amuse Bouche’ servieren.

Mirko drappierte ein Stück des kalt geräucherten Saiblings mit Toggenburger ESRA Joghurt, etwas Timut Pfeffer und Schnittlauch.

Während des Tages hatte ich ständig ein Schmunzeln im Gesicht. Es war eine Freude anzusehen, wie sich die jungen Menschen einsetzten. Mit Freude und Begeisterung waren sie an der Arbeit. Konzentriert hörten sie den Anweisungen der Lernenden zu und rissen jedes Wort an sich, um es möglichst schnell in Taten umzusetzen.

Ich hatte die Bilder meiner Zeit als Schnupperlehrling im Kopf. Damals durfte ich meine neuen Kochkleider anziehen. Die Kochbluse war noch neu, duftete nach irgendeinem Lösungsmittel und strahlte fast mehr als ich über mein Gesicht.

Pünktlich zum Arbeitsbeginn am Montagmorgen im Sommer 1987 erschien ich Hotel – Restaurant Sternen in Nesslau. Der Küchenchef André Hättenschwiler begrüsste mich und ich durfte von der ersten Minute an voll mitarbeiten. Es arbeiteten drei Lehrlinge dort, Dani, Clemi und Rita. Dann gab es noch einen Koch.

Meine Mitarbeit bestand anfangs darin, Kochtöpfe abzuwaschen und Salate anzurichten. Nichtsdestotrotz beobachtete ich das Ganze mit grosser Neugier. Nach zwei Wochen durfte ich die Wache übernehmen, war also am Nachmittag für einige Stunden alleine in der Küche und schickte Salate, Coupes und kalte Teller.

Auch unsere Besucher am Zukunftstag arbeiteten fleissig mit. Mirco richtete die ‘Amuse Bouche’ an und schickte die schönen Teller.
Die Mädchen im Service stellten sich der Herausforderung. Sie servierten Mineralwasser, schenkten nach, nahmen Bestellungen auf und annoncierten die Wünsche der Gäste in der Küche.

Ich kam ganz schön ins Schwitzen. An der Bar packte das Team unterdessen die Nussgipfel ein. Die Etagère mit den kleinen Tagesdessert wurde präsentiert und die Gäste fühlten sich rundum wohl.

Mit einem frisch gebackenen Mandelgipfel verabschiedete das Serviceteam die Gäste.

Ein interessanter Mittag ging zu Ende und wir sassen an der Bar und tratschten über die vergangenen Stunden. Dann erhielten unsere ‚Schnupperlehrlinge‘ eine Erinnerungsurkunde, ein Schächtelchen Pralinen und das Tagesmenu als Andenken.

Schön, dass es junge Menschen gibt, die sich für unsere Berufe interessieren.

Hey Leute, das hat richtig Spass gemacht!

Ich wünsche allen eine gute Woche!